Chirotherapie

Die Chirotherapie oder Manuelle Medizin zur Therapie von schmerzhaften Bewegungseinschränkungen an Gelenken und Wirbelsäule.

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Geschichte der Chirotherapie

Das Wort Chirotherapie kommt aus dem Altgriechischen „cheiros/Hand“. Diese Heilkunst ist seit Jahrtausenden von Mensch zu Mensch überliefert worden und wurde bereits im alten Mesopotamien in Höhlenmalereien dokumentiert.

Bis ins 19. Jahrhundert wurde die Chirotherapie hauptsächlich von Laien angewandt. Erst im 20. Jahrhundert wurde die Chirotherapie zunehmend wissenschaftlich erforscht. Die Ausbildung für Physiotherapeuten und Ärzte wurden über die Jahre strukturiert und letztendlich in den 70er Jahren als Zusatzbezeichnung in den Deutschen Landesärztekammern aufgenommen.

Wie funktioniert Chirotherapie?

Die Chirotherapie, heute auch oft als Manuelle Medizin bezeichnet, ist eine Therapieform, die darauf beruht schmerzhafte Funktionsstörungen (sogenannte Blockaden) am Haltungs- und Bewegungsapparat zu behandeln. Dies betrifft Gelenke, die Wirbelsäule, die Kreuzdarmbeingelenke, etc.. Durch spezielle Handgriffe werden diese Blockaden gelöst und dadurch eine Schmerzlinderung oder Schmerzfreiheit erreicht.

Die früheren Vorstellungen, dass Gelenke und Wirbelgelenke nahezu herausgesprungen (subluxiert) sind und dementsprechend durch bestimmte Griffe wieder zurückgesetzt (reponiert) werden müssen, hat man verlassen.

Auf der Basis wissenschaftlicher Arbeiten von Lewit, Wolff, Bischoff und Becker, geht man heutzutage davon aus, dass es sich hier nicht um eine Subluxation der Gelenke handelt, sondern um eine reflexbedingte Störung des Gelenkspiels. Dementsprechend haben sich auch die Grifftechniken fundamental verändert. Es werden durchgehend schonende, weiche Techniken angewendet, die für den Patienten angenehm und nahezu ohne Risiko sind.

Mit schonend definierten Griffen Blockaden lösen

Chirotherapie in der Gemeinschaftspraxis Germering

Wie verläuft die Behandlung?

Nach der klinischen und gegebenenfalls bildgebenden Untersuchung mittels Röntgen oder MRT/CT können durch schonende definierte Griffe Impulse auf die zu behandelnde Region ausgeübt werden. Diese Griffe beeinflussen die blockierten Stellen positiv. Dazu muss der Patient nicht besonders vorbereitet werden. Die Behandlung erfolgt einfach, schnell und oftmals überraschend effektiv.

Nicht selten ist der Erfolg schon unmittelbar nach der Therapie zu spüren. Häufig wird die Chirotherapie mit einer Neuraltherapie (Spritze) und einer elektromedizinischen Reizstromtherapie (TENS: transcutaneous electrical nerve stimulation) begleitet. Gerade das TENS Gerät wird von den Patienten als sehr angenehm empfunden und kann auch leihweise über vier Wochen rezeptiert werden.

 

 

 

Kosten für die Behandlung?

Unsere Ärzte führen die Zusatzbezeichnung „Chirotherapie“ sodass die Kosten für die Behandlung von allen gesetzlichen und privaten Kassen übernommen werden.

Offizielle Informationen erhalten sie zum Beispiel auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Chirotherapie und Osteopathie e.V

 

 

 

Häufig gestellte Fragen

Bei welchen Beschwerden könnte Chirotherapie helfen?

Grundsätzlich kann die Chirotherapie bei Störungen des Bewegungsapparates, also bei Beschwerden an der Wirbelsäule und Gelenke eingesetzt werden. Schmerzhafte Verspannungen an der Wirbelsäule ausgelöst durch Blockaden der Wirbelgelenke, eingeschränkte Beweglichkeit von Arm- und Beingelenken. Aber auch bei Beschwerden am Kiefergelenk und Kopfgelenk.

Ich habe etwas Angst vor der Chirotherapie, können Nebenwirkungen auftreten?

Ja, aber die chirotherapeutischen Maßnahmen im moderne Sinne der Reflextherapie haben eine deutlich reduzierte Gefahr einer Verletzung der Wirbelsäule oder Gelenke, sodass Sie davor keine Angst haben müssen. Sollte sich bei der Untersuchung und Anamnese ein Hinweis auf ein Risiko durch die Chirotherapie ergeben, werden wir die Chirotherapie nicht durchführen und alternative Therapieverfahren oder eine spezielle Diagnostik vorschalten.

Ich habe schwere Osteoporose, kann da Chirotherapie überhaupt angewendet werden?

Grundsätzlich ja, aber bei Patienten mit Osteoporose ist man natürlich sehr vorsichtig, und wird zunächst den lokalen schmerzhaften Befund mit apparativen Untersuchungen (Röntgen, CT, MRT) abklären.

Häufig gestellte Fragen

Wie erklärt man sich die Wirkung von der Chirotherapie?

Früher ist man auch bei den damals angewandten Grifftechniken davon ausgegangen, dass man ein nahezu luxiertes Gelenk wieder zurückdrängen müsste. Diese Vorstellung wurde basierend auf wissenschaftlichen Arbeiten komplett verlassen. Heutzutage wendet die moderne Chirotherapie nur noch sogenannte Weichtechniken an, die auf dem Boden einer Reflextherapie Ihre Wirkung entfalten sollen.  Diese sanfte Verfahren sind für den Patienten deutlich angenehmer.

Muss man vor jeder Chirotherapie ein Röntgenbild machen?

Nein, insbesondere bei jungen Patienten ist das nicht notwendig. Bei älteren Patienten, sollte man daran denken, wenn sich in der Krankheitsgeschichte Verletzungen oder Vorerkrankungen herausstellen.

Kann man die Chirotherapie öfters machen, oder "leiern" dadurch meine Gelenke aus?

Nein, die Gelenke werden dadurch nicht locker oder instabil. Insbesondere die weichen Grifftechniken stellen für die Gelenke keine Gefahr in diesem Sinne dar.

Kann Chirotherapie auch bei Kindern durchgeführt werden?

Ja. Nicht nur bei Kindern im heranwachsenden Alter ist eine Behandlung möglich, auch bei Säuglingen, die durch Störungen der Reflexbahnen, massiv in ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt sind –  sog. „Schreikinder“.

Praxisanschrift

Chirurgische Gemeinschaftspraxis
im ÄRZTEFORUM ESCHENHOF
Hartstraße 52, 82110 Germering

Telefon 089 84061066
Telefax 089 84061055

Praxiszeiten

Montag - Donnerstag
08:00 - 19:00 Uhr

Freitag
08:00 - 17:00 Uhr

Samstag
09:00 - 12:00 Uhr

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