Morbus Dupuytren, Handgelenkganglion, Karpaltunnelsyndrom und Co.

Handchirurgie in Germering

Dr. med. Bernhard Stumpf ist erfahrener Chirurg und spezialisiert im Bereich der Handchirurgie. Die Handchirurgie ist eine Zusatzweiterbildung, die als Voraussetzung eine Facharztbezeichnung im Gebiet der Chirurgie erfordert und zur Facharztausbildung zusätzlich mindestens drei Jahre vollzeitige Fortbildung beinhaltet.

Was haben Sie als Patient zu erwarten?

Wir führen in unserer Praxis alle konservativen und die meisten operativen Eingriffe aus dem Spektrum der Handchirurgie durch. Die operativen Eingriffe können in der Regel ambulant durchgeführt werden. 

Viele Eingriffe können in lokaler Betäubung durchgeführt werden, ansonsten steht ein sehr erfahrener Narkosearzt zur Verfügung. Die Eingriffe werden mittels "Armnarkose" (Plexusanästhesie) oder "Schlafnarkose" (Allgemeinanästhesie) durchgeführt.

Welches Narkoseverfahren für Sie geeignet ist, wird Dr. med. Bernhard Stumpf vor der Operation ausführlich mit Ihnen besprechen.

Morbus Dupuytren

Unter dem Morbus Dupuytren (nach dem Beschreiber Guillaume Dupuytren benannt), versteht man narbige Verwachsungen im Bereich der Handfläche (Palmaraponeurose), die zu einem Streckverlust der Finger führen können. Die auslösende Ursache ist bis heute nicht bekannt und häufig ist der Ring- und Kleinfinger betroffen. Meist verursacht die Erkrankung keine Schmerzen, allerdings kommt es durch die zunehmende Einziehung der Finger zu Einschränkungen in der Funktionstüchtigkeit der betroffenen Hand. 

Als Therapieoptionen kommen aktuell das "Brechen" von einzelnen Strängen (Nadelfasziektomie) oder das operative Entfernen der Narbenstränge in Betracht, was den Goldstandard darstellt. Dies wird in der Regel ab einem Streckdefizit von etwa 30-40 Grad durchgeführt. Ein neueres Verfahren mittels eines Enzyms die Narbenstränge zu brechen (Kollagenase Xiapex®) steht aktuell in Deutschland nicht zur Verfügung, da der Hersteller das Medikament vom Markt genommen hat.

Handgelenkganglion

Unter einem Handgelenkganglion versteht man ein gutartiges Geschwulst im Bereich des Handgelenkspaltes oder der Finger. Hierbei kommt es zu einer Aussackung der Gelenkkapsel oder der Sehnenscheide. Das Ganglion besteht aus einer Hülle, die mit gallertiger Flüssigkeit gefüllt ist.  

Konservative Maßnahmen wie die Punktion führen meist nur zu einem sehr kurzfristigen Erfolg. Falls das Ganglion Beschwerden bereitet, kann es in einem ambulanten Eingriff entfernt werden. Nach der Operation wird das Handgelenk für etwa eine Woche mittels Schiene ruhig gestellt, danach ist die schmerzabhängige Vollmobilisation möglich. Der Heilverlauf beträgt im Durchschnitt zwei Wochen. Je nach Ursache des Ganglions kann es nach der Operation wieder auftreten, was bei bis zu 20 Prozent der Behandelten die „Hauptkomplikation“ darstellt. 

Karpaltunnelsyndrom (KTS)

Unter dem Karpaltunnelsyndrom versteht man die Einengung eines Nervs (Nervus medianus) im Bereich des Handgelenks. Vor allem nachts führt dies zum Einschlafen der Hand. Die Betroffenen werden wach und müssen die Hand „ausschütteln“, um die Beschwerden zu beseitigen.

Auch bei bestimmten Positionen des Armes kann das Einschlafen der Finger ausgelöst werden, zum Beispiel beim Fahrradfahren, telefonieren oder Zeitung lesen. 

Um die Diagnose zu sichern, wird vom Neurologen die Nervenleitfähigkeit der Nerven bestimmt. Bei leichter Ausprägung kann man mit einer Nachtlagerungsschiene die Symptome in den Griff bekommen. Sollte dies nicht zur Verbesserung führen, ist ein operatives Vorgehen zu empfehlen.  

In Deutschland werden jährlich über 100.000 Eingriffe aufgrund des Karpaltunnelsyndroms durchgeführt. Die Operation wird ambulant durchgeführt, nach der OP kann die Hand sofort belastungsfrei bewegt werden. Das Tragen einer Schiene ist nicht notwendig.

Der schnellende Finger

Unter einem „schnellenden Finger“ (Tendovaginitis stenosans) versteht man das Hängenbleiben eines Fingers bei Bewegung, das ein Schnappen auslöst, typischerweise beim Öffnen der Finger nach Faustschluss. Dieses Phänomen kann an allen Fingern auftreten, teils kann der Finger überhaupt nicht mehr aktiv bewegt werden. 

Meist führen die konservativen Therapiemaßnahmen, wie lokale Injektionen, nur zu einer kurzzeitigen Verbesserung. Deshalb wird oft der operative Eingriff notwendig, der wegen der sehr guten postoperativen Ergebnisse von uns favorisiert wird. Die Operation kann in der Regel in lokaler Betäubung durchgeführt werden, es ist keine Ruhigstellung der Hand mittels Schiene notwendig, der Heilverlauf beträgt etwa zwei bis drei Wochen.